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Vallourec treibt umweltschonende Tiefengeothermie voran

Vallourec treibt umweltschonende Tiefengeothermie voran

14.01.2016
Vallourec Deutschland GmbH, Düsseldorf / Mülheim an der Ruhr

Rund 1 500 t nahtlose Stahlrohre von Vallourec kommen bei einem neuen Erdwärmeprojekt in Bayern zum Einsatz, die nahezu ausschließlich in den deutschen Werken in Mülheim a. d. Ruhr und Düsseldorf gefertigt werden. Die Gemeindewerke Holzkirchen mit ihrem Tochterunternehmen Geothermie Holzkirchen GmbH werden im Alpenvorland heißes Thermalwasser erschließen und besonders umweltschonend für die Versorgung mit Strom und Wärme nutzen. „Wir freuen uns, mit diesem Auftrag die Energiewende in Deutschland zu unterstützen“, sagt Norbert Keusen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Vallourec Deutschland GmbH.


Im ersten Quartal 2016 startet die erste von zwei Bohrungen mit einer geplanten Tiefe von rd. 5 000 m. Durch die erste Bohrung wird das ca. 140 °C heiße Thermalwasser an die Oberfläche gefördert. Dort werden aus dem heißen Wasser mithilfe eines Dampferzeugers und Wärmeüberträgers Strom und Wärme gewonnen. Das erkaltete Wasser wird anschließend in diesem geschlossenen Kreislauf über die zweite Bohrung wieder in die wasserführende Kalksteinschicht zurückgeleitet. Für die Rohre bedeutet das Schwerstarbeit: Sie müssen Temperaturen von über 180 °C sowie Außendruck von bis zu 743 bar widerstehen. „Dank eigens für die Energieindustrie entwickelter Stahlsorten und VAM-Premiumverbindungen halten die Produkte höchsten mechanischen und thermischen Belastungen stand“, erklärt Markus Renner, Verkaufsdirektor OCTG Division für Zentral- und Osteuropa und CIS.


Das neue Kraftwerk soll 2017 in Betrieb gehen und künftig bis zu 80 % des Holzkirchner Bedarfs mit Fernwärme aus Geothermie versorgen. Die gewonnene Wärmemenge entspricht rd. 50 000 l Heizöl pro Tag. In Zukunft lassen sich so rd. 10 000 t CO2 pro Jahr einsparen.


Tiefengeothermie hat sich in Bayern, Brandenburg und Baden-Württemberg bereits seit Jahren als umweltschonende, unabhängige und regionale Energiegewinnung durchgesetzt. Bayern setzt seit mehr als zehn Jahren auf Erdwärme, die auch in der zukünftigen Versorgung Münchens eine wichtige Rolle spielen soll: Bis 2025 plant die Stadt, den Bedarf an Strom vollständig aus erneuerbaren Energien zu speisen.


Vallourec Deutschland GmbH, Düsseldorf / Mülheim an der Ruhr