Hauptinhalt dieser Seite

Sprungmarken zu den verschiedenen Informationsbereichen der Seite:

Sie befinden sich hier: THERMPROCESS. News. Themen.

Hohe Effizienz für industrielle Thermoprozesse

Hohe Effizienz für industrielle Thermoprozesse

Thema des Monats Februar

all Photos © promeos GmbH, with kind permission

Der Schmees Schmelzofen: Industrieofen mit einer Gesamtleistung von 2MW

Energieeffizienz in der Metallindustrie

Energieintensive Branchen stehen durch steigende Strompreise vor wettbewerbsentscheidenden Herausforderungen. Um Kosten zu verringern, muss die Effizienz gesteigert und systematisch in Effizienztechnologien investiert werden. Dabei senken diese Investitionen mittel- bis langfristig nicht nur die Energiekosten, sondern ermöglichen auch Wachstum durch die Anwendung von Innovationen.

Das ist das zentrale Resultat der Studie "Effizienzsteigerung in stromintensiven Industrien" der Strategieberatung Roland Berger von 2011.

Nicht nur der Ausbau strombasierter Produktionsverfahren trägt zu einem erhöhten Verbrauch bei, sondern auch der ansteigende Automatisierungsgrad. Parallel dazu steigen die Energiepreise durch höhere Kosten für CO2-Zertifikate sowie den Ausbau von Stromnetzen für erneuerbare Energien.

Gerade in den stromintensiven Branchen sehen die Experten aber auch großes Potenzial. So könnten z.B. in der Metallverarbeitenden Industrie bis 2050 rund 40 Prozent der Stromkosten eingespart werden. Voraussetzung hierfür seien aber gezielte Investitionen in die Effizienztechnologie. Hier stehen gemäß der Studie einem Gesamt-Investitionsvolumen von 23 Milliarden Euro potentielle Einsparungen von über 100 Milliarden Euro gegenüber.
Investitionen in Energieeffizienz brächten jedoch laut der Studie nicht nur auf Seiten der Anwender zählbare Vorteile mit sich.

Auch auf Anbieterseite entsprechender Technologien entstünden nachhaltig positive Veränderungen. Denn Energieeffizienz als immer wichtigerer Differenzierungsfaktor im Wettbewerb wird innerhalb der Unternehmen verstärkt zu Investitionen in Forschung und Entwicklung führen, und damit zu mehr Beschäftigung und Umsatzwachstum. So wird Energieeffizienz zum Beschäftigungsmotor.

 
 
all Photos © promeos GmbH, with kind permission

Der geschlossene Ofenraum wird von zwei Brennern gleichmäßig mit Abgasen gefüllt

Hohe Effizienz für industrielle Thermoprozesse

Industrielle Prozesswärme wird heute in vielen Bereichen der Industrie benötigt. Herkömmliche Verfahren gehen dabei oft nicht über die herkömmliche elektrische Wärmebehandlungen oder die Beheizung mit Gasbrennern mit offener Flamme hinaus. Das führt nicht nur zu hohen Energieverlusten, sondern weiteren hohen Betriebskosten.

„Weil in der überwiegenden Anzahl von Anwendungen eine direkte Berührung des Gutes mit der Flamme vermieden werden muß, führt dies zu schlechten Wärmeübergangen und bei Öfen zu einem überdimensionierten Ofenvolumen im Vergleich zum eigentlichen Nutzvolumen,“ erläutert Ernst Keim, Leiter Forschung und Entwicklung bei promeos®. „Durch den Einsatz von vollvormischenden flächigen Brennersystemen kann neben anderen Vorteilen auch eine drastische Reduzierung des notwendigen Brennraumvolumens erreicht werden."

Raumgewinn ist natürlich nicht das einzige Kriterium. Gerade bei offener Flamme wird durch die lokale Flammeneinwirkung das Feuerfestmaterial rund um den Wärmebereich extrem in Anspruch genommen. Die Intervalle zwischen den Wartungsarbeiten verkürzen sich, und die Produktion steht in dieser Zeit still.

Der entscheidende Vorteil angesichts der erwähnten steigenden Energiekosten ist freilich die Reduktion des Energieverbrauchs beim Einsatz der promeos®-Technologie. Denn die Verbrennung des Gases findet nun – flammenlos - innerhalb einer Hochleistungskeramik statt. Diese besondere Art der volumetrischen Verbrennung in den Poren der Hochtemperatur-Keramiken erlaubt die homogene und schadstoffarme Verbrennung von nahezu allen gasförmigen Brennstoffen.

Deren Verbrennungswärme wird über Infrarotstrahlung und Konvektion z.B. auf einen den Gießpfannen angepassten Stahlkörper übertragen. Die Strahlung dieses Körpers und die gesteuerte Abgaskonvektion erlauben es, die Aufheizung der Gießpfannen extrem homogen und in der Leistung stufenlos regelbar zu realisieren. Dabei spart der Einsatz der neuen Brennertechnologie ca. 60% der Primärenergie.

Auch die Betriebskosten lassen sich um mehr als 60% verringern. Denn eine homogene Vorwärmung der Gießpfannen beansprucht das Feuerfestmaterial weniger, wodurch sich auch die Lebensdauer der Gießpfannen erhöht. Aufgrund der reduzierten Reinigungs- und Zustellzeiten kann auch die Produktivität des Prozesses erheblich gesteigert werden.

Die Hitzestrahlung der Gießpfannen reduziert sich, was wiederum weniger Ausfall der Gießpfannengetriebe zur Folge hat. Produktivitätserhöhung und Qualitätsverbesserung der Gussteile sind das positive Resultat. Selbst der Lärmpegel sinkt signifikant. Insgesamt können die Arbeitsbedingungen in den Hallen rundum verbessert werden.

 
 
Pictures © promeos GmbH, with kind permission

In Thermoprozessen rund um den Globus findet sich die promeos®-Technologie

10 Jahre thermoprozesstechnische Innovationen

Das Unternehmen promeos® wurde 2003, als Ausgliederung aus der Universität Erlangen, von Dr. Jochen Volkert und Prof. Franz Durst gegründet, mit dem Ziel, das neuartige Verbrennungssystem in Serie zu führen. Seitdem entstanden Produkte zunächst für den deutschen Markt und ab 2008 für den Weltmarkt. Der Markenname setzt sich aus den beiden griechischen Gottheiten Prometheus und Eos zusammen.

Das damalige Ziel, das neuartige Verbrennungssystem Porenbrenner in die Serie zu überführen, wurde bis 2009 wirtschaftlich erfolgreich umgesetzt. Hierzu hat das ganze Team, bestehend aus dem geschäftsführenden Gesellschafter, den Mitarbeitern, Gesellschafter-Investoren, Geschäftskunden und Hochschulpartnern beigetragen.

Gut 10 Jahre später sind Prozesswärmelösungen von promeos® international im Einsatz. Ob in chinesischen Stahlwerken, bei US Automobilzulieferern, britischen Getränkeabfüllern, thailändischen Folienherstellern, russischen Luftfahrtwerken oder australischen Chemieanlagen - in Thermoprozessen rund um den Globus findet sich die promeos®-Technologie. Auch viele deutsche mittelständische Kunden vertrauen darauf und profitieren mittlerweile von den energieeffizienten Beheizungslösungen. Seit Ende 2011 ist das mittlerweile auf 40 Mitarbeiter gewachsene Familienunternehmen in Nürnberg ansässig. Dabei wurde die Montagefläche verdreifacht.

promeos® hat sich kontinuierlich vom Brenner- zum Anlagenbauer weiterentwickelt und offeriert mittlerweile komplette, schlüsselfertige Anlagen. Das Service-Team von promeos® übernimmt dabei sowohl die Installation als auch die Inbetriebnahme und spätere Wartung der Systeme. Als Full-Service-Partner bietet promeos® überdies auch Schulungen für Kunden und deren Service- oder Instandhaltungsmannschaften an. Weitere Entwicklungs- und Beratungs-Dienstleistungen runden das Angebot ab.

Frank Lindner

 
 

Mehr Informationen

INFO BOX

Logo © promeos GmbH



Geschäftsführender Gesellschafter:
Dr. Jochen Volkert

Mitarbeiter gesamt:
ca. 40

Standort:
Giessener Strasse 14,
D-90427 Nürnberg


Umsatz 2012:
4,5 Mio. €

Mitgliedschaften
- VDMA
- Blue Competence


Geschäftsbereiche
- Metall
- Kunststoffe
- Glas
- Textilien



die promeos® Porenbrenner-Technologie

zur promeos® Webseite

© promeos GmbH

Durchlaufhärteofen zur Wärmebehandlung von Schlagstiften (Photo © promeos GmbH, with kind permisson)