29/10/2015

ThyssenKrupp Steel Europe AG, Duisburg

18 junge Spanier haben beim Stahlkonzern in Duisburg begonnen

Jungen Menschen durch einen Ausbildungsplatz eine Chance für die Zukunft zu geben, das ist ThyssenKrupp Steel Europe ein besonderes Anliegen. Das gilt auch für Jugendliche aus anderen Ländern. So hat der Stahlhersteller 50 zusätzliche Ausbildungsplätze über einen Zeitraum von fünf Jahren für junge Spanier aus der Gegend um Valencia eingerichtet. Die ersten 18 Nachwuchskräfte zwischen 18 und 23 Jahren haben ihre Ausbildung in diesem Lehrjahr begonnen und werden in technischen und kaufmännischen Berufen, z.B. Industriemechaniker oder Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistungen, geschult. Weitere Jugendliche aus der Region können von dem Angebot Gebrauch machen: Ende Oktober und im Januar 2016 starten in Valencia Tests für jeweils zehn Bewerber. Aus diesen werden dann zehn Kandidaten ausgewählt, die dann nach Deutschland kommen können und im September 2016 ihre Ausbildung in Duisburg beginnen werden.


Bevor es für die 18 bisherigen Teilnehmer des Ausbildungsprogramms zur praktischen Schulung ins Technikzentrum in Duisburg gehen konnte, mussten die Jugendlichen zunächst in Intensivkursen die deutsche Sprache büffeln. Zwölf von Ihnen haben diese absolviert, während sie schon in Deutschland lebten. Ein Drittel hat zunächst in der spanischen Heimat Deutschunterricht erhalten, bevor sie sich dann zum eigentlichen Ausbildungsbeginn auf den Weg nach Duisburg machten. „Deutsch zu lernen ist für die jungen Leute eine wirklich große Herausforderung“, betont Eliezer Dias vom International Recruiting von ThyssenKrupp Steel Europe. „Dafür haben Sie jeden Tag vier Stunden gepaukt.“ Aufgrund der guten Erfahrungen der Kandidaten, die das Deutschtraining zuhause in Spanien machten, wird auch die neue Gruppe für 2016 zunächst in ihrer Heimat bleiben.


ThyssenKrupp Steel Europe hatte sich im Rahmen der gesellschaftlichen Verantwortung angesichts der aktuellen Situation in Spanien entschlossen, jungen Leuten eine Chance zu geben. Diese wussten zuvor wenig über den Stahlhersteller und die Stadt Duisburg. „Meine Lehrerin hat mir von diesem Superangebot erzählt und meine Mama hat gesagt, da kannst Du eine neue Sprache erlernen, erfährst etwas über eine andere Kultur und andere Menschen“, erzählt beispielsweise Patricia Blasco Lahoz. „Das war also interessant für meine nahe Zukunft und jetzt bin ich da“, so die 20-Jährige, die Speditionskauffrau werden will. Neben der sprachlichen Hürde ist vor allem das Heimweh eine Herausforderung für die Neulinge, die in Wohngemeinschaften in Duisburg untergebracht sind. „Und vor allem an das Wetter hierzulande und die deutsche Pünktlichkeit mussten sich die Jugendlichen erstmal gewöhnen“, weiß Dias aus den Erfahrungen der ersten Monate zu berichten.


ThyssenKrupp Steel Europe AG, Duisburg