27/08/2015

ThyssenKrupp Steel Europe AG, Duisburg

Auf dem Weg zur Weltmeisterschaft nach Australien

Bevor es auf die staubigen Pisten quer durch das „Outback“ genannte australische Hinterland geht, hebt der „ThyssenKrupp SunRiser“ zunächst mal ab: Per Flugzeug startet das Sportcoupé der Hochschule Bochum in dieser Woche von Frankfurt aus Richtung „Down under“, wo es im Oktober an der Weltmeisterschaft für Solarfahrzeuge teilnimmt. Bevor der „ThyssenKrupp SunRiser“ in einer Flugtransportkiste auf den Weg über Dubai nach Sydney geschickt wird, sind wichtige Ausrüstungsteile und Geräte bereits unterwegs nach Australien. Ende Juli verließ ein Schiff den Hamburger Hafen mit einem Container voller Werkzeuge, Ersatzteile sowie zwei Anhängern. Anfang kommenden Monats kommt der Frachter in Sydney an. Dort wird ein Teil des Teams der Hochschule Bochum, nämlich zehn Personen, am 10. September landen und den Container in Empfang nehmen, auspacken und das Material auf Mietwagen umladen. Dann geht es auf die 4 000 km lange Reise von Sydney über Adelaide zum Startort Darwin, wo das Rennen am 18. Oktober losgeht.


Der Solar-Sportwagen ist im Rahmen einer Forschungskooperation mit ThyssenKrupp gefertigt worden. Dabei haben die Studierenden beim Bau ihres neuen Elektromobils auf Multimaterialität gesetzt. Neben dem für Solarcars üblichen Werkstoff Kohlefaser kommen z. B. hochfester Complexphasen-Stahl für den Überrollbügel oder Magnesium im Cockpitquerträger und im Mitteltunnel zum Einsatz. Besonderen Wert legte das Bochumer Team zudem auf ein ansprechendes Innenraum-Design sowie die Alltagstauglichkeit. Die Straßenzulassung beweist, dass auch der dafür nötige Sicherheitsstandard erreicht wird.


Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 120 km/h erreicht der Bochumer Renner zwar nicht die Werte herkömmlicher Sportwagen, für die Weltmeisterschaft der Solarcars in Australien zählt aber mehr die Effizienz auf der 3 000 km langen Strecke. Hier kann der „ThyssenKrupp SunRiser“ glänzen. Sein Vorgänger wurde Vizeweltmeister bei der letzten WM 2013. Die Latte liegt also hoch für das einzige Team aus Deutschland, das fest entschlossen ist, mit dem brandneuen Rennwagen um die vorderen Plätze mitzufahren.


ThyssenKrupp Steel Europe AG, Duisburg