20.05.2015

BDI Bundesverband der Deutschen Industrie e.V., Berlin

Die Stahlindustrie ist besonders betroffen

Zum Streik der Gewerkschaft der Lokführer sagt Dieter Schweer, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung: "Mit dem neunten Streik innerhalb von zehn Monaten setzt die GDL den international guten Ruf des Logistikstandortes Deutschland erneut aufs Spiel. Verlässlichkeit in den Logistikketten war bislang ein Qualitätsmerkmal unseres Landes. Dieses Vertrauen wird gerade mutwillig ausgehöhlt. Mit dem jetzt angekündigten unbefristeten Streik erreicht die Auseinandersetzung für alle Betroffenen eine bislang unbekannte Intensität. Volkswirtschaftliche Schäden von bis zu 100 Mio. € am Tag werden dadurch wahrscheinlicher denn je."


"Die Industrie und ihre Arbeitnehmer sind diesem Streikexzess schutzlos ausgeliefert. Der BDI fordert beide Parteien auf, einer Schlichtung zuzustimmen, um weiteren Schaden von der deutschen Wirtschaft abzuwenden. Besonders hart trifft der Streik die Branchen, die mit ihrer Logistik weitgehend auf die Bahn angewiesen sind und Ihre Transporte nicht ohne weiteres auf andere Verkehrsträger verlagern können. Dazu gehören beispielsweise neben Chemie-Gefahrguttransporten auch die Rohstoffanlieferung in der Stahlindustrie oder die Transporte der Automobilwirtschaft in die Exporthäfen."


BDI Bundesverband der Deutschen Industrie e.V., Berlin