24.06.2015

Outokumpu, Krefeld

Im Outokumpu-Stahlwerk in Bochum endet die Produktion

Mehr als 100 Jahre Edelstahlproduktion in Bochum gingen gestern zu Ende. Outokumpu fährt heute das Bochumer Stahlwerk herunter. Anlässlich der letzten Schmelze gab es eine kleine Zeremonie, zu der sich die Mitarbeiter zusammenfanden. „Es macht natürlich traurig, dass wir heute eine Ära der Edelstahlproduktion in Bochum beenden. Aber es ist für uns ein notwendiger Schritt, um innerhalb Europas zu ausgewogenen Produktionskapazitäten zu gelangen“, sagt Dr. Oliver Picht, Vorstandsvorsitzender der Outokumpu Nirosta GmbH. „Ich danke allen Mitarbeitern des Bochumer Werks ausdrücklich für ihre engagierte Unterstützung, insbesondere auch in den vergangenen zwei Jahren. Es war für uns von größter Bedeutung, dass für alle Anschlussbeschäftigungen oder weitere gute Lösungen gefunden werden konnten und keiner in die Arbeitslosigkeit gehen muss.“


Der Schließung des Stahlwerks in Bochum sowie die Einstellung der Flüssigphase in Krefeld Ende 2013 sind wesentliche Elemente des Restrukturierungsprozesses. Damit realisiert Outokumpu wichtige Synergien aus dem Zusammenschluss mit Inoxum. Die Aktivitäten sind Beleg für eine grundlegende Trendwende bei Outokumpu. So beziffern sich die positiven finanziellen Auswirkungen durch das Herunterfahren des Bochumer Werks auf mehr als 30 Mio. € pro Jahr ab 2016. Schon in der zweiten Jahreshälfte 2015 wird mit Einsparungseffekten in Höhe von rd. 20 Mio. € gerechnet. Die Schließung des Stahlwerks in Bochum ist Teil des europäischen Restrukturierungsprogramms von Outokumpu, das die Einsparung von 100 Mio. € bis Ende 2017 zur Vorgabe hat. 


Deutschland spielt mit rd. 2500 Mitarbeitern auch künftig eine zentrale Rolle für Outokumpu: Mit dem Krefelder Kaltwalzwerk, das erstklassige, maßgefertigte Werkstoffe für anspruchsvolle Endkundensegmente produziert, sowie mit den Werken in Benrath, Dahlerbrück und Dillenburg verfügt Outokumpu in Deutschland über eine starke Präsenz.


Zur weiteren Stärkung des Standorts Krefeld werden dort im Rahmen der Verlagerung der Ferritproduktion von Düsseldorf-Benrath nach Krefeld bis zum kommenden über 100 Mio. € in das Kaltwalzzentrum selbst und zusätzlich in ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum investiert. Nach der für 2016 beschlossenen und bereits kommunizierten Werksschließung in Düsseldorf-Benrath wird die Outokumpu Nirosta in Deutschland mit drei leistungsstarken Werken in Krefeld, Dahlerbrück und Dillenburg aufgestellt sein, zu denen es klare Standortbekenntnisse gibt.


Outokumpu, Krefeld