10.07.2015

Siemens AG, Berlin und München

Offshorewindkraftwerk in Großbritannien

Siemens hat einen weiteren Offshoreauftrag aus Großbritannien erhalten: 91 getriebelose Sechs-MW-Windturbinen mit leistungssteigernden Eigenschaften werden eine Gesamtleistung von bis zu 580 MW erreichen. Für das Projekt Race Bank von DONG Energy übernimmt Siemens die Lieferung, Errichtung und Inbetriebnahme der Windenergieanlagen mit einem Rotordurchmesser von 154 m. Die Installation der Turbinen soll im Frühjahr 2017 beginnen. Der Auftrag ist Teil des Rahmenabkommens zwischen DONG Energy und Siemens aus dem Jahr 2012. Siemens und DONG werden gemeinsam den Service der Anlagen für einen Zeitraum von fünf Jahren übernehmen. Nach der Fertigstellung des Windkraftwerks Race Bank Anfang 2018 wird die Leistung ausreichen, um 400000 britische Haushalte mit umweltfreundlichem Strom zu versorgen.


 


Rund 32 km vor der britischen Ostküste entsteht das Offshorewindkraftwerk Race Bank auf einer Fläche von 62 m2. Die Windturbinen werden in einer Wassertiefe zwischen sechs und 26 Metern auf Monopilefundamenten errichtet. Race Bank ist Teil der zweiten Ausschreibungsrunde in Großbritannien.


Eine kürzlich veröffentlichte Studie des Branchenverbands Renewable UK hat gezeigt, dass die Kosten für Offshorewindenergie in den vergangenen fünf Jahren um elf Prozent gefallen sind. „Die Offshoreindustrie ist damit auf gutem Weg, die gesetzten Kostenziele für das Jahr 2020 zu erreichen“, sagte Hannibal weiter.


Siemens arbeitet an unterschiedlichen Hebeln, um die Kosten von Offshorewindenergie weiter zu senken. Bereits 2020 will Siemens Technologien bereitstellen, die Stromgestehungskosten von unter 10 ct/kWh ermöglichen. Verbesserungen werden nicht nur an der Windturbine selbst vorgenommen, sondern das Unternehmen setzt auch auf Innovationen bei der Netzanbindung: Die bisherigen Hochspannungs-Wechselstrom-Umspannplattformen können künftig durch eine deutlich kleinere Netzanbindungslösung von Siemens in Wechselstrom-Technik ersetzt werden. Die erheblichen Einsparungen hinsichtlich Größe und Gewicht führen auch zu deutlich verminderten Kosten.


Darüber hinaus bietet Siemens auch kostensenkende Lösungen während des Betriebs der Windenergieanlagen an: Neuartige Spezialschiffe, so genannte "Service Operation Vessels" (SOVs), sind Teil eines Logistikkonzepts für einen effizienteren Wartungsbetrieb und liefern erhebliche Vorteile bei der Verfügbarkeit von Offshore-Windenergieanlagen. Die weltweit ersten beiden eigens für diesen Zweck gebauten SOVs sind Ende Juni in Deutschland offiziell getauft worden.


Siemens AG, Berlin und München