19.10.2015

Verband der Saarhütten, Saarbrücken

VDS: EEG-Novelle hat ihr Ziel verfehlt

Die Bekanntgabe der EEG-Umlage für das Jahr 2016 zeigt aus Sicht des Verbandes der Saarhütten (VDS), dass die EEG-Novelle aus dem Jahr 2014 das Ziel verfehlt hat, den Kostenanstieg der Energiewende zu bremsen. „Die Erhöhung um fast 3 % hat die EEG-Umlage auf ein neues Rekordniveau von 6,35 ct/kWh ansteigen lassen“, so Antje Otto, Geschäftsführerin des VDS. Aufgrund der EEG-Novelle seien Unternehmen stärker an den Kosten des EEG beteiligt worden, ohne dass private Verbraucher dadurch entlastet worden seien. „Vor allem die neue Regelung, wonach der Eigenstromverbrauch nicht mehr komplett von der EEG-Umlage ausgenommen ist, macht den Firmen zu schaffen. Die eigene Stromerzeugung ist die einzige verbliebene Möglichkeit, um die Nachteile im internationalen Wettbewerb etwas abzufedern“, so Otto weiter. „Wir werden uns daher weiter dafür einsetzen, dass zumindest Bestandsanlagen auch über das Jahr 2016 hinaus von der EEG-Umlage befreit bleiben und die bereits getätigten Investitionen der Unternehmen somit nicht gefährdet werden.“


Im Jahr 2015 haben Unternehmen und private Stromverbraucher gemeinsam rd. 22 Mrd. € EEG-Umlage gezahlt. Und es muss mit weiter steigenden Kosten für die Energiewende gerechnet werden: steigende Netzentgelte durch Erdverkabelung, eine höhere KWK-Umlage sowie bisher nicht offiziell bezifferte Kosten durch den CO2-Minderungsbeitrag des Stromsektors.


Besonders die im internationalen Wettbewerb stehende Industrie gerät so zunehmend unter Druck. Dabei gehört der deutsche Industriestrompreis bereits heute zu den höchsten weltweit. Die energieintensive Stahlindustrie rechnet zudem durch die geplante Verschärfung des Emissionshandels mit enormen zusätzlichen Kosten. „Die Kosten für die Energiewende sind völlig aus dem Ruder gelaufen. Die Unternehmen unterstützen die Energiewende, aber sie muss auch bezahlbar bleiben“, so Otto abschließend.


Verband der Saarhütten, Saarbrücken