Stahl wird weltweit überwiegend über die kohlebasierte Hochofenroute hergestellt. Der Ausstoß von CO2 bei der Stahlproduktion ist entsprechend hoch: Pro Tonne Stahl entstehen zwischen 1,6 und 2,2 Tonnen CO2. Bild: worldsteel
Die Modernisierung im Drahtwalzwerk im französichen Bayonne erhöht die Anlagenverfügbarkeit und Produktionsleistung von Celsa France. Das neue Morgan Vee No-Twist Walzwerk verbessert die Produktqualität und senkt die Betriebskosten.
Primetals erhielt kürzlich das endgültige Abnahmeprotokoll (FAC) von Celsa France für die Modernisierung des Auslaufbereichs im Drahtwalzwerk in Bayonne, Frankreich. Das Projekt umfasste einen neuen Fertigungsblock und eine Wickelstation. Die Modernisierung löste laut Anlagenbauer die Probleme der zuvor installierten Drittanbieter-Ausrüstung, die häufig zu ungeplanten Stillständen geführt hatte. Die Modernisierung umfasste ein 10-gerüstiges Morgan Vee No-Twist Walzwerk mit neuem 3-Hi- Übersetzungsgetriebe sowie den Austausch der 1200 mm Reform Tub. Das 10-gerüstige Morgan Vee No-Twist Walzwerk beseitigte die anhaltenden Ausfallprobleme der Vorgängeranlage. Es ermöglicht laut Primetals einen zuverlässigen Dauerbetrieb bei Geschwindigkeiten bis zu 105 m/s für niedrig-, mittel- und hochgekohlte Stahlsorten. Die Produktivität des Walzwerks stieg durch schnelleres und effizienteres Walzen, während Wartungskosten und Walzenwechselzeiten sanken. Das 3-Hi-Übersetzungsgetriebe verbindet das neu installierte No-Twist Walzwerk mit der bestehenden Motorposition von Celsa France, was die Flexibilität der Technologie bei der Integration in vorhandene Walzwerksausrüstung beweise. Der patentierte Ringverteiler des neuen Wickeltrichters minimiert laut Hersteller die Höhe der Coils und verhindert Streuringe. Zudem gewährleistet er eine verwicklungsfreie Abnahme und beschleunigt so die nachgelagerte Verarbeitung erheblich. Quelle: Primetals Technologies