Boston Metal gibt Wandelanleihe in Höhe von 51 Millionen Dollar bekannt
Boston Metal gibt Wandelanleihe in Höhe von 51 Millionen Dollar bekannt
Will mit Elektrolyse CO2-frei Stahl erzeugen: US-Startup Boston Metal. Bild: Boston Metal
Die Mittel sollen den Aufbau der zweiten Phase der Anlage für kritische Metalle in Brasilien unterstützen, die Mitte 2026 in Betrieb gehen soll. Auch die Stahlerzeugung mittels Elektrolyse soll weiter vorangetrieben werden.
Das US-Startup Boston Metal hat 51 Millionen Dollar in Form einer Wandelanleihe von bestehenden Investoren, darunter BHP Ventures, Breakthrough Energy Ventures, Piva Capital und SiteGround, aufgenommen. Die Mittel sollen den Aufbau der zweiten Phase der Anlage für kritische Metalle in Brasilien unterstützen, die Mitte 2026 in Betrieb gehen soll, sowie die weitere Entwicklung der grünen Stahllösung des Unternehmens vorantreiben. „Das einzigartige Verfahren von Boston Metal macht die Stahlproduktion effizient, kostengünstig und nachhaltiger“, sagte Laurel Buckner, VP of Ventures bei BHP. „Die Investition in Boston Metal ist ein weiterer Schritt von BHP Ventures zur Förderung bahnbrechender Technologien, die Innovationen für die gesamte Branche vorantreiben.“ Diese Kapitalzufuhr folge auf mehrere strategische Fortschritte des Unternehmens. Boston Metal hat kürzlich Eduardo Bartolomeo, den ehemaligen CEO von Vale in seinen Vorstand aufgenommen und damit die Führungsriege des Unternehmens in einer Phase verstärkt, in der es sich auf die nächste Wachstumsphase vorbereitet. In Brasilien werde das Geschäft mit kritischen Metallen von Boston Metal im Bereich der Schmelzoxid-Elektrolyse (Molten Oxide Electrolysis, MOE) voraussichtlich noch in diesem Jahr den ersten Umsatz erzielen. Die Anlage in Minas Gerais nutzt MOE zur Rückgewinnung hochwertiger Materialien wie Niob, Tantal und Zinn aus Bergbauabfällen. Mit dieser bewährten und profitablen Anwendung der MOE-Technologie erschließe Boston Metal neue Einnahmequellen aus bisher ungenutzten Ressourcen und treibt gleichzeitig die globale Kreislaufwirtschaft für Metalle voran. Gleichzeitig hat das Unternehmen Anfang dieses Jahres seine industrielle Zelle für die MOE-Technologie mit mehreren inerten Anoden in Betrieb genommen – laut Unternehmen ein Durchbruch für die Stahlindustrie, der die Skalierbarkeit von MOE Steel für die kommerzielle Produktion bestätigt. Die industrielle Zelle am Hauptsitz des Unternehmens in Woburn, Massachusetts, produziere bereits Stahl im Tonnen-Maßstab und sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur ersten MOE Steel-Demonstrationsanlage von Boston Metal. „Diese Investition ist ein starkes Vertrauensvotum für die ersten kommerziellen Erfolge und Marktchancen unseres Geschäfts mit kritischen Metallen sowie für den jüngsten technologischen Durchbruch in unserem Stahlprogramm“, sagte Tadeu Carneiro, CEO von Boston Metal. Boston Metal will die globale Metallproduktion mit seiner patentierten MOE-Plattformtechnologie (Molten Oxide Electrolysis) neu definieren. Durch die Bereitstellung einer skalierbaren, CO2-freien Lösung für Stahl und eines nachhaltigen, hochprofitablen Verfahrens zur Rückgewinnung kritischer Metalle aus Bergbau- und metallurgischen Abfällen will Boston Metal neue wirtschaftliche Möglichkeiten erschließen. Quelle: Boston Metal