Der 1975 in Betrieb genommene Hochofen Nr. 7 der kanadischen Algoma Steel war einst der größte Hochofen im britischen Commonwealth. Fünf Jahrzehnte lang lieferte er den Stahl für wichtige Projekte und Anwendungen in ganz Nordamerika. Jetzt wird er still gelegt.
Der kanadische Stahlerzeuger Algoma, Sault Ste. Marie, Ontoario, hat mit der Stilllegung des Hochofens Nr. 7 begonnen und setzt damit die Arbeiten fort, die mit der Einstellung der Kokerei-Aktivitäten begonnen haten. Dazu gehören die 1959 erbaute Kokerei Nr. 7, die 1967 erbaute Kokerei Nr. 8 und die 1978 erbaute Kokerei Nr. 9.
Zusammen bildeten diese Anlagen über Generationen hinweg das Rückgrat der integrierten Stahlproduktion von Algoma Steel. Ihre Stilllegung markiere das Ende einer Ära in der Geschichte als integrierter Stahlproduzent und den Beginn eines neuen Kapitels.
Angetrieben durch Ontarios sauberen Strom und recycelten Schrott verspricht die Umstellung auf EAF-eine Reduzierung der CO2-Emissionen um ca. 70 % im Vergleich zur herkömmlichen integrierten Stahlherstellung. Wasserkraft ist Ontarios größte erneuerbare Energiequelle und machte im Jahr 2023 21,4 % der gesamten installierten Leistung aus. Auch Wind- und Solarenergie haben erheblich zugenommen und machten 13,2 % bzw. 5,3 % der installierten Leistung aus, wodurch Ontario in diesem Jahr über die größte installierte Wind- und Solarleistung in Kanada verfügte.
Algomas Umstellung der Stahlherstellung auf die Elektrolichtbogenofenroute ist das größte Dekarbonisierungsprojekt in Kanada.
Quelle: Algoma Steel