GMH Gruppe fusioniert Kind & Co., Schmiedewerke Gröditz und Buderus Edelstahl unter der Open-Die Forging Group.„Mit der Fusion von Kind & Co., Schmiedewerke Gröditz und Buderus Edelstahl zur GMH Open-Die Forging Group vereinen wir drei starke Unternehmen zu einer Organisation mit einem einzigartigen Produkt- und Dienstleistungsportfolio“, erläutert Dr. Alexander Becker, CEO der GMH Gruppe. Als Komplettanbieter von hochkomplexen Freiformschmiedeteilen, Werkzeugstahl, Edelbaustahl und nahtlos gewalzten Ringen biete das Unternehmen seinen Kunden voll integrierte Lösungen aus einer Hand – von der technologischen Beratung für anspruchsvolle Anwendungen über die eigene Stahlproduktion und -veredelung bis hin zu Schmiedearbeiten, Wärmebehandlung und komplexer Bearbeitung.
Im Rahmen der Integration von Kind & Co. und Buderus Edelstahl in die GMH Gruppe fasst das Unternehmen nun beide Firmen mit den Schmiedewerken Gröditz zur GMH Open-Die Forging Group zusammen. Um die Integration zu unterstützen und die Kompetenzen weiter auszubauen, werde die GMH Gruppe rund 30 Millionen Euro in die GMH Open-Die Forging Group investieren. Im Mittelpunkt der Integration stehen die koordinierte Produktionsplanung, Metallurgie, Logistik und der Vertrieb der drei Unternehmen. Die GMH Gruppe erwarte Effizienzsteigerungen durch gemeinsames Kapazitätsmanagement, abgestimmte Prozesse und die Konsolidierung von Schnittstellen.
Klare Positionierung der drei Marken innerhalb der GMH GruppeDie Open-Die Forging Group weise jedem Unternehmen einen definierten industriellen Schwerpunkt zu:
- Kind & Co.: Warmumformung, Premium- und umgeschmolzene Werkzeugstähle für technisch anspruchsvolle Anwendungen, mit starkem Fokus auf das Endverbrauchergeschäft, einschließlich technischer Anwendungsunterstützung und Vakuumhärtungsdienstleistungen.
- Schmiedewerke Gröditz: Aufwändige Freiformschmiedeteile, gewalzte Ringe, Baustahl und technische Schmiedeteile für Kunststoffformteile als auch Edelstahl und umgeschmolzener Stahl (ESR).
- Buderus Edelstahl: Komplettanbieter für Werkzeugstahl für Großbauteile, Kunststoffformteile, Werkzeughalter und Formrahmen mit hoher Fertigungstiefe sowie Edelbaustähle.
Diese klare Differenzierung ermögliche der GMH Gruppe, unterschiedliche Kundenan-forderungen in einem breiten Anwendungsspektrum zu erfüllen. Durch das Angebot von Standard-, leistungsoptimierten und Premium-Lösungen innerhalb der Open-Die Forging Group biete die GMH Gruppe ihren Kunden die Möglichkeit, die Lösung auszuwählen, die ihren technischen Anforderungen und der erwarteten Lebensdauer am besten entspricht, und unterstützt so die betriebliche Effizienz sowie die Senkung der Gesamtbetriebskosten.
Zusammen decken die drei Unternehmen die gesamte Wertschöpfungskette für Werkzeugstahl und Freiformschmieden ab – von Schrott und Schmelzen über Umschmelzen, Schmieden, Bearbeiten und Wärmebehandeln bis hin zum Vertrieb.
Breites Portfolio von Standardgüten bis hin zu hochwertigen umgeschmolzenen StählenInnerhalb der neuen Gruppe stehen mehr als 400 Stahlsorten und über 2 500 Analysemodifikationen zur Verfügung – von Standard-Werkzeugstählen bis hin zu hochwertigen umgeschmolzenen Qualitäten. Die Produktion umfasst auch kleine Stückzahlen und kleinformatige Komponenten, die direkt aus einer Hand geliefert werden. Diese Flexibilität sei relevant für Branchen, die Kleinserien, Prototypen oder spezielle Geometrien benötigen. Die Jahresproduktion des integrierten Portfolios beläuft sich auf insgesamt mehr als 100 000 Tonnen.
Das 30-Millionen-Euro-Investitionsprogramm umfasse:
- einen neuen Gießwagen bei den Schmiedewerken Gröditz (höhere Produktionsleistung und höhere Reinheit).
- einen neuen Härteofen für große Struktur- und Gigacasting-Teile in Bielstein (erhöhte Kapazität und Vakuumhärtungsmöglichkeiten für größere Komponenten, wodurch neue Marktchancen erschlossen werden).
- Verlagerung energieeffizienter Schmiedeöfen von Wetzlar nach Gröditz (geringerer Gasverbrauch und reduzierte CO2-Emissionen).
- Weitere Modernisierungsmaßnahmen in der gesamten Open-Die Forging Group.
Diese Investitionen dienen laut Unternehmen der Kapazitätserweiterung, der Steigerung der Energieeffizienz und der Modernisierung der Produktionstechnologie.
Die GMH Gruppe setze weiterhin ausschließlich auf die Produktion in Elektroöfen mit recyceltem Schrott und erziele damit CO₂-Einsparungen von bis zu 80 % gegenüber herkömmlichen Hochofenverfahren.
Quelle: GMH Gruppe