Hyundai Steel errichtet DRI-Anlage H2-ready für neues Stahlwerk in USA
Hyundai Steel errichtet DRI-Anlage H2-ready für neues Stahlwerk in USA
Energiron ist die Direktrektreduktionstechnologie von Danieli und Tenova. Das Bild zeigt die Errichtung eines Energiron-Reaktors bei Empresa Siderúrgica del Mutún in Bolivien. Bild: Energiron
Der koreanische Stahlerzeuger Hyundai Steel hat das Energiron Konsortium bestehend aus Tenova und Danieli mit der Planung und Lieferung einer Direktreduktionsanlage für die Produktion von jährlich 2,5 Mio. Tonnen heißem und kaltem DRI beauftragt.
Hyundai Steel hat im Rahmen seines Engagements für CO2-Neutralität eine Investition in Höhe von 5,8 Milliarden Dollar in ein nachhaltiges Flachstahlwerk für die Autoindustrie in den USA angekündigt. Das Werk entsteht im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts Hyundai-Posco Louisiana Steel und soll eine jährliche Produktionskapazität von rund 2,7 Millionen Tonnen erreichen. Das Projekt umfasst eine Direktreduktionsanlage mit der Energiron Direktreduktions-Technologie, die gemeinsam von Tenova und Danieli entwickelt wurde und in das Stahlwerk in der Nähe von Donaldsonville, Louisiana, USA, integriert werden soll. Die Energiron-Direktreduktionsanlage werde die zweite ihrer Art in den USA sein und eine Jahreskapazität von 2,5 Mio. Tonnen heißem und kaltem direktreduziertem Eisen (DRI) aufweisen. Sie wird laut Energiron mit der sogenannten Zero-Reformer-Technologie ausgestattet sein und DRI mit einer Metallisierung von 94 % und einem Kohlenstoffgehalt von 2,5 % liefern. Die Anlage werde zudem mit CO₂-Abscheidungstechnologie ausgestattet sein und sei für den Einsatz von Wasserstoff als Reduktionsgas vorbereitet, was sie zur nachhaltigsten derzeit auf dem Markt verfügbaren Lösung für die Stahlherstellung mache. Die Anlage wird heißes DRI über ein pneumatisches Transportsystem (Hytemp) zur angrenzenden Stahlwerkhalle befördern und mit dem heiße Produkt bei Temperaturen von über 600 °C zwei Lichtbogenöfen beschicken, wodurch die thermische Energieausnutzung und die Betriebskosten der Stahlproduktion (OpEx) optimiert würden. Quelle: Energiron