Rainer Böse. CEO ArcelorMittal Deutschland und Vorsitzender der Geschäftsführung der Werke in Bremen und Eisenhüttenstadt. Bild: ArcelorMittal
ArcelorMittal hat Rainer Böse zum CEO von ArcelorMittal Deutschland ernannt. Der 57-jährige Manager übt das Mandat ergänzend zu seinen Funktionen als Vorsitzender der Geschäftsführung der Werke in Bremen und Eisenhüttenstadt aus.
Böse übernimmt das Amt in einem herausfordernden Umfeld. „Die Politik muss jetzt handeln. Es ist nicht mehr fünf vor zwölf, sondern längst schon kurz nach zwölf! Nur wenn die Rahmenbedingungen es erlauben, können wir in die nächsten Schritte zur klimaneutralen Transformation der Stahlherstellung investieren“, sagt Böse. Die ausgeprägte und lang anhaltende Nachfrageschwäche für europäische Stahlprodukte werde nach wie vor durch unlauteren Wettbewerb mit hohen Importen nach Europa begleitet. Bisher gebe es keine ausreichend vergleichbaren Wettbewerbsbedingungen bei den Energie- und CO2-Kosten mit Ländern außerhalb Europas. Die Löcher beim geplanten CO2-Grenzausgleich für Stahl mit höherer CO2-Belastung müssten dringend geschlossen werden. Zudem sei umgehend ein wettbewerbsfähiger Industriestrompreis wichtig, und im Handelsschutz seien effektive Zölle in Europa nötiger denn je. Der 57-jährige Böse war in der Vergangenheit in verschiedenen Positionen bei ArcelorMittal tätig. Zuletzt war Böse von 2017 bis Mai 2025 Chief Marketing Officer für das Industriekundengeschäft von ArcelorMittal Europe – Flat Products in Nordeuropa, bevor er Vorsitzender der Geschäftsführung in Bremen und Eisenhüttenstadt wurde. Quelle: ArcelorMittal